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Branchen-News Meldung:

2. April 2020

Markt für technische Konsumgüter: Kühlschränke für Hamsterkäufe?

Die Maßnahmen zur Begrenzung der Verbreitung des Corona-Virus haben auch das Kauf- und Konsumverhalten der Menschen Deutschland verändert. Das zeigen aktuelle Zahlen der GfK: So verzeichnet der Lebensmitteleinzelhandel (inkl. Drogeriemärkte) vornehmlich durch Hamsterkäufe spürbare Zuwächse und erzielte in den Kalenderwochen 9 bis 13 im Vergleich zu den Vorjahreswochen ein Umsatzplus von 21 Prozent. Dabei haben Produkte zur Hautdesinfektion den größten Umsatzsprung gemacht (+368 Prozent), aber auch die klassische Seife (fest/flüssig) legte um 132 Prozent zu. Bei den Nahrungsmitteln werden vor allem Kloß-/Knödel-Trockenprodukte (+114 Prozent), Getreidemehl (+114 Prozent) und Reis (+112 Prozent) sehr stark nachgefragt. Aber auch im Bereich der technischen Konsumgüter haben sich Verbraucher bereits vor offiziellen Schritten auf Schulschließungen, Ausgangsbeschränkungen und anderen Quarantänemaßnahmen vorbereitet.


So zeigen GfK-Daten, dass in der Kalenderwoche 12 der Umsatz mit Kühlgeräten um 20,6 Prozent gegenüber der Vorjahreswoche angestiegen ist. Gefriergeräte wie Gefriertruhen und -schränke waren bei den Verbrauchern in Deutschland sogar noch gefragter: Im Vergleich zur Vorjahreswoche wurde der Umsatz mit einem Plus von 230,2 Prozent mehr als verdreifacht, denn die Lebensmittel, die in vielen Fällen auf Vorrat gekauft werden, müssen auch aufbewahrt werden.

„Unsere Point-of-Sales-Daten zeigen, dass der Umsatz im Markt für technische Konsumgüter in Kalenderwoche 11 um 20 Prozent gestiegen ist“ erklärte Markus Wittmann, GfK-Experte im Bereich technische Konsumgüter. „Für Händler und Hersteller ist es aktuell wichtiger denn je, die Entwicklung des Konsumverhaltens zu beobachten und auf diese außergewöhnliche Situation umgehend zu reagieren, indem Preis- und Sortimentsgestaltung den veränderten Realitäten in der Handelslandschaft angepasst werden.“

Die steigende Bedeutung des Home Office hat in den ersten drei Märzwochen dazu geführt, dass die Nachfrage nach IT-Produkten sprunghaft angestiegen ist. Bei Mäusen, Tastaturen und Headsets wurden in Kalenderwoche 12 im Vergleich zur Vorjahreswoche Umsatzsteigerungen zwischen 23,2 Prozent (bei Headsets) und 75,8 Prozent (bei Tastaturen) verzeichnet. Auch Notebooks wurden verstärkt gekauft: Im Vergleich zum Vorjahreszeitraum lag das Wachstum hier bei 70,1 Prozent.

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